Die Mitgliederversammlung des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) hat am 27. Januar 2026 in Berlin die Weichen für die Zukunft des Verbands gestellt. Mit der Wahl von drei neuen Vorstandsmitgliedern leitet das Gremium einen Generationswechsel in der Führung ein.
Zugleich verabschiedeten die Delegierten mit 95 % Zustimmung eine umfassende Satzungsreform. Sie schafft klarere Strukturen und bildet das Fundament für die strategische Neuausrichtung des ZDK.
„Mit diesen Entscheidungen treiben wir die Modernisierung unseres Verbands konsequent voran. Der ZDK stellt sich organisatorisch und personell zukunftsfest auf“, erklärt ZDK-Präsident Thomas Peckruhn.
Die neu gewählten Vorstandsmitglieder stehen für eine starke Verankerung im Kfz-Handwerk:
Besonders freut es uns, dass Herr Michael Schneider, Obermeister der Kfz-Innung Sachsen-West, seit 2023 Präsident des Landesverbands Kfz-Gewerbe Sachsen und Landesinnungsmeister gewählt wurde.
Nina Eskildsen engagiert sich seit fast zwei Jahrzehnten ehrenamtlich im Kfz-Gewerbe in Schleswig-Holstein und ist ebenfalls seit 2018 Präsidentin des Verbands des Kfz-Gewerbes Schleswig-Holstein.
Thorsten Krämer ist Obermeister der Innung des Kfz-Gewerbes Fulda und wirkt seit 2023 als Landesinnungsmeister sowie Vizepräsident des Landesinnungsverbands Hessen.
Gemeinsam repräsentieren sie die Vielfalt und Stärke des Kfz-Gewerbes in den Regionen.
Darüber hinaus bestätigte die Mitgliederversammlung mit 93 % Zustimmung die Mitgliedschaft des ZDK im europäischen Dachverband Automotive Mobility Europe (AME). AME setzt sich auf europäischer Ebene für fairen Marktzugang, mittelstandsfreundliche Rahmenbedingungen sowie die Förderung von Innovation und Nachhaltigkeit ein.
Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) hat auf seinem Neujahrsgipfel mit Vertreterinnen und Vertretern aus Automobilhandel, Kfz-Werkstätten, Politik und der Automobilbranche eindringlich an die Bundesregierung appelliert, bei der Umsetzung des angekündigten Förderprogramms für E-Mobilität keine Zeit zu verlieren. Angesichts eines zunehmenden Kaufinteresses bei Privatkundinnen und Privatkunden sei schnelles und entschlossenes Handeln erforderlich.
„Für unsere Betriebe ist entscheidend, dass dieser Prozess an Tempo gewinnt. Was wir jetzt brauchen, sind Schnelligkeit und echte Umsetzungsstärke der Politik“, betonte ZDK-Präsident Thomas Peckruhn im Beisein von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) auf dem Branchenabend vor rund 1.000 Gästen.
Verzögerungen im Umsetzungsprozess sorgen seit Ankündigung der E-Auto-Förderung vor zwei Monaten für Verunsicherung bei Unternehmen wie auch bei Kundinnen und Kunden, erklärte Peckruhn, und bekräftigte seine Forderung an die Bundesregierung, das angekündigte Förderprogramm mit einem Volumen von bis zu drei Milliarden Euro zügig auf den Weg zu bringen und praxisnah auszugestalten.
Der Neujahrsgipfel von ZDK und dem Kfz-Gewerbe auf dem Berliner EUREF-Campus machte deutlich: Die Betriebe des Kfz-Gewerbes stehen bereit, die Transformation zur Elektromobilität aktiv mitzugestalten. Auch VDA-Präsidentin Hildegard Müller und VDIK-Präsidentin Imelda Labbé warnten auf einem gemeinsamen Panel mit Bundesminister Schnieder mit Nachdruck vor weiteren Verzögerungen bei der Einführung der E-Auto-Prämie.
Im Rahmen der gemeinsamen Diskussion unterstrich Peckruhn den klaren Anspruch, mit dem das Kfz-Gewerbe ins Jahr 2026 gestartet ist: Mobilität in Deutschland zuverlässig, bezahlbar und zukunftsfähig zu sichern – entlang der gesamten Wertschöpfungskette von Handel, Werkstatt und Service. Die Betriebe gewährleisten tagtäglich Versorgungssicherheit auf der Straße – für private Haushalte ebenso wie für Unternehmen und Kommunen. Diesen unverzichtbaren Beitrag wolle das Kfz-Gewerbe sichtbarer machen und politisch verlässlich absichern, so Peckruhn.
Einer der Höhepunkte des Neujahrsgipfels war die erstmalige Verleihung des ZDK-Nachwuchstalentpreises. Ausgezeichnet wurden Hannes Wirsing (bester Kfz-Mechatroniker, Deutsche Meisterschaft 2025), Miriam Dickmann (Top 10 Euro Skills 2025) und Johannes Renner (Silbermedaillen-Gewinner Euro Skills 2025).
Titelbild: Die neuen ZDK-Vorstandsmitglieder: (v.l.) Thorsten Krämer aus Hessen, Nina Eskildsen aus Schleswig-Holstein und Michael Schneider aus Sachsen. (Bild: ZDK)






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